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Kapelle So & So


Es hat viele Vorteile, wenn die sechs Musikanten, die eine Band starten, sich schon lange kennen und nicht etwa gecastet worden sind. Vor allen Dingen musiziert es sich einfach leichter gemeinsam. Man kennt den Sound der Kollegen, kann erahnen, welche Phrasierung der andere gleich wählen wird und hat sofort ein Gefühl dafür, wie man sich am besten in den Gesamtklang der Gruppe einfügen kann. Wahrscheinlich war genau deshalb schon die erste Wirtshaustour der kurz zuvor gegründeten „Kapelle So&So“ im Jahr 2017 ein voller Erfolg: Ausverkaufte Gaststuben und begeisterte Zuhörer in Bayern wie in Österreich. Der erdige, energiegeladene Sound gepaart mit musikantischer Lässigkeit und messerscharfem Zusammenspiel war nichts weniger als eine Offenbarung. Das bei dieser Tour entstandene Live-Album ist jetzt schon Kult.



Kapelle So&So
„Nua ned hudln“
„Vom hudln kemman schiache Kinder“, so lautet eine alte Weisheit aus dem
Voralpenland. Was sich im ersten Moment anrüchig und oberflächlich anhört,
entpuppt sich nach längerer Analyse des Satzes als die pure Wahrheit. Dass
mit „schiach“ nicht immer nur das äußere Erscheinungsbild, oft vielmehr die
innere Optik gemeint ist, wird beim lesen dieses Satzes erst im zweiten
Anlauf klar. Im Hochdeutschen existiert ein adäquater weit verbreiteter Satz:
„Gut Ding will Weile haben“ kommt als Übersetzung wohl am Nähesten ran,
hört sich zwar nicht so spektakulär an, dafür kann dieser Satz weder als
anrüchig noch als oberflächlich missinterpretiert werden.
Lange Rede kurzer Sinn:
Wenn man sich mit manchen Dingen ein bisschen Zeit lässt, bekommt man
hübsche Nachfahren. Oder so....
Kapelle So&So
Es ist ja nicht so als wären sich die sechs Burschen aus dem Rupertiwinkel, dem Pinzgau
und dem Inntal erst vor kurzem über den Weg gelaufen, nein ganz im Gegenteil…..
Kennen tun sie sich schon etliche Jahre. Dennoch dauert es bis ins Jahr 2016, bis sie sich
entscheiden die Formation„Kapelle So&So“ ins Leben zu rufen. Nach den ersten
Konzerten wird schnell klar, dass es stilistisch für die sechs Vollblutmusikanten nur wenige
Grenzen gibt.
Ob Volksmusik, Klassik oder Reggae, gespielt wird einfach alles was Spaß macht.
Nahezu alle Stücke und Lieder sind Eigenkompositionen, was den unverwechselbaren
Sound der Band ausmacht.
Im Herbst 2017 begibt sich die Kapelle So&So das erste mal auf Wirtshaustour. Neun
Tage, neun Konzerte in neun verschiedenen Wirtshäusern in Bayern und Österreich. Bei
dieser Tour entsteht die erste CD der Tanzlmusi „Wirtshaustour 17 live“.
Aufgrund des großen Zuspruchs des Publikums folgen zwei weitere Wirtshaustouren:
„Platt`ntour 2018“ im Frühling und „Wirtshaustour die dritte“ im Herbst 2018.
Im Oktober 2019 erscheint die zweite CD der Kapelle, eine Mischung aus Live- und
Studioalbum: „Kapelle So&So — so und so“
Danach folgt eine13 tägige Konzerttour im Januar und Februar 2020 mit Konzerten in
Bayern, Baden-Württemberg und Österreich.
Die Musiker
Hansi Auer, Ziach
Wenn man den Nachnamen „Auer“ hört und man nur im entferntesten etwas mit
alpenländischer Volksmusik zu tun hat, werden die zuständigen Synapsen im Gehirn
einen 3-fachen Felgaufschwung mit Telemarklandung turnen. Als gelernter
Instrumentenbauer für Tasten- und Knopfinstrumente, Musiklehrer für diatonische
Harmonika, studierter Tontechniker und diesem Familiennamen sind wir uns sicher, dass
er wesentlich erfolgreicher wäre, hätte er den Weg der Solokarriere eingeschlagen.
Aber das sagen wir ihm nicht...
Michi Graf, Gitarre
Was soll man über Vaddi sagen?
Der Nachname ist ja sehr aristokratisch, aber das war`s dann auch schon. Der Herr Graf
selbst fällt eher in die Kategorie „Sollen sie doch Kuchen essen, wenn sie kein Brot mehr
haben“. Die Symbiose aus Schickeria und Gigolo hat ähnlich viele
Lebensunterhaltsmaßnahmen wie der Hansi, nämlich Wirt, Gondoliere, Gartenpfleger,
Vespahändler, Skilehrer, Caterer und Rodellehrer, nur leider mit mäßigem Erfolg. Deshalb
haben wir uns entschieden, den liebenswerten alten Mann in unserer coolen Gang
aufzunehmen und ihm einen möglichst angenehmen Lebensabend zu bescheren.
Korbi Weber, Flügelhorn
Da wir den Pöbel schon abgearbeitet haben, kommen wir nun zur intellektuellen Elite
unserer Truppe.
Prof. Prof. h. c. Dr. med. Dr. h. c. Dr. h. c. Dr. h. c. Dr. h. c. Dr. h. c. Weber hievt den
Universitätsabschlussdurchschnitt
(Anm. der Redaktion: wtf, was ist das für ein unglaublich langes Wort) vom Keller ins
zweite Untergeschoss. Von ihm stammt der bekannte Satz: „Die maximalen Volumina
subterraner Agrarprodukte stehen in reziprogem Relativum zur intellektuellen Kapazitätät
ihrer Produzenten.“ Keine Ahnung was er genau damit meint,
irgendwas mit Bauern und Kartoffeln oder so.
Typisch Klerus, immer schön nach unten treten.
Wasti Höglauer, Flügelhorn
König Ludwig II. sagte einst über Wasti`s Geburtsort Anger, dass es wohl das schönste
Dorf Bayerns sei. Es gibt zwei Möglichkeiten sich von der Richtigkeit dieses Satzes zu
überzeugen: Entweder man googelt den Luftkurort im wunderschönen Berchtesgadener
Land und bestaunt den seit 1882 komplett unveränderten Dorfplatz, oder man unternimmt
einen Ausflug dort hin und befragt die wenigen verbliebenen Zeitzeugen selbst, die vor Ort
graumeliert den Dorfanger schmücken. Ansonsten führt Wasti ein relativ tristes Leben im
Keller seines Elternhauses, wo er hauptsächlich mit roter Birne hohe Trompetentöne übt.
Aber fragen sie ihn selbst wenn sie ihn treffen,
das mag er....
Manu Haitzmann, Basstrompete
Danke Kohl, Danke Schengen!
Euch haben wir ihn zu verdanken. Kaum wurde 1997 die Grenze vom strukturschwachen
österreichischen Pinzgau ins gelobte Land Oberbayern geöffnet, schon hatten wir ihn an
der Backe und jetzt kriegen wir ihn nicht mehr los. Aber mal im Vertrauen:
Der Manu is schon ein netter Kerl, so ist es nicht. Das Problem liegt eher bei uns. Da er
spielt wie ein junger Gott und dabei noch aussieht, als hätten Kaiserin Sissi und Richard
Lugner ein gemeinsames
Tête-à-Tête in einer Besenkammer in der Wiener Hofburg gehabt, stellt er uns halt
musikalisch und optisch dermaßen in den Schatten, dass man schon eher von einer
Sonnenfinsternis sprechen muss.
Da Neid is a Sau!
Stefan Huber, Tuba
Wie sagt man so schön: Das Schlimmste kommt zum Schluss. Und damit meinen wir nicht
nur das Instrument (Anm. der Redaktion: Ist das überhaupt eins?). Der Huaba kam zum
Tuba wie alle jungen Musikanten, die die riesengroße Ehre haben, ein unhandliches
Stück Etwas im Sommer bei 40 Grad Celsius, solierend vor einer leeren Ehrentribüne
beim örtlichen Gaufest, 10km durch
die Metropolen Bayerns zu schleppen:
Er war ein dickes, unbeliebtes Kind. Und jetzt?
Nun ja, ein Kind ist er keins mehr...
Studium
Wasti Höglauer und Stefan Huber: Bruckneruni Linz
Korbi Weber: Landeskonservatorium Innsbruck
Manu Haitzmann: Landeskonservatorium Vorarlberg
Bruckneruni Linz
Hansi Auer: SAE Institute München
weitere Bands
LaBrassBanda, Ernst Hutter & die Egerländer Musikanten,
Holzfrei Böhmische, die kleine Egerländerbesetzung, Lentia Brass,
Hammerauer Musikanten, Familienmusik Auer, Lenze und de Buam, Bavarobeat,
Hätidadiwari
CD`s
2018: „Wirtshaustour//17 live“
2019: Feature mit Willy Astor „der Zoo ist kein logischer Garten“
2019: „so und so“
Vinyl
2018: „Wirtshaustour//17 live“
 

Kapelle So & So

10.08.2021, Traunreut

Einlass: 18:00
Beginn: 19:30

Veranstaltungsort

Schloss Pertenstein
Schloßstraße 4

83301 Traunreut

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Tickets
Telefonisch: 08669 857444

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